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Visual Basic 6 im Jahr 2026: Ein Aufruf an Microsoft

Visual Basic 6-Entwickler warten seit Jahren von Microsoft auf einen Ersatz.

Und ein Wechsel auf .NET? Das kommt für die meisten Visual Basic 6-Entwickler überhaupt nicht in Frage!

Die meisten VB6-Entwickler die ich kenne, wechselten lieber in die Javascript- und Browser-Welt, anstatt sich den Umstieg auf Visual Basic .NET anzutun.

Warum? Lasst uns mal analysieren, weshalb ein Wechsel von VB6 auf VB.NET für die meisten VB6-Entwickler nicht in Frage kommen kann.

Ich hoffe, dass es viele Microsoft-Manager lesen werden und eine Entscheidung für das Jahr 2026 treffen werden.

C# als Programmiersprache ist keineswegs schlechter als VB6, auch nicht VB.NET.

Aber: die IDE fühlt sich für einen VB6-Entwickler wie einen Rückschritt in die Steinzeit an:

  1. Es fehlen die magischen Debugging-Fähigkeiten die das "Live-Programming" in VB6 zu einem realen Booster für das Programmieren machten: Du startest mit einem Draft, und optimierst diesen zur Laufzeit.
  2. .NET vereint gefühlt hunderte Technologien unter einem Dach, aber die überladene Oberfläche schrecken jeden Ein- oder Umsteiger von Anfang an ab und die Lernkurve für die Einarbeitung in die IDE ist riesig.
  3. Die .NET-IDE fühlt sich deutlich weniger responsiv an und für den Start einer kleinen Hello World-App braucht man gerne mal 10 Sekunden Kompilierzeit bis der Hello World-Dialog überhaupt erstmal erscheint..
  4. Die .NET-IDE scheint extrem Ressourcen-Hungrig zu sein. Eben mal schnell auf einem Surface Laptop mit 250GB Festplattenspeicher eine .NET-Entwicklungsumgebung zu installieren, gleicht damit schnell einem Spiessroutenlauf wenn es darum geht, die benötigten Ressourcen frei zu machen.

Mein Aufruf an Microsoft: VB6 muss OpenSource werden, damit es von der Community weiter entwickelt und ins Jahr 2026 überführt werden kann.

VB6 lebt im Jahr 2026 weiter

Die Community hat das Programm nie aufgegeben. Kr00l führte die in VB6 oft verwendeten Microsoft Common Controls ins Jahr 2026 über und erstellte dieselben Komponenten komplett DPI-Aware und Unicode/UTF-8-fähig.

TwinBasic entwickelt sich zum startfähigen 64Bit-Kompilierer selbst für bereits bestehende Programme. Der Ansatz der Community ist lobenswert und überaus ambitiös, vor allem weil niemand Zugang zum Sourcecode von VB6 hat und die Community alles neu entwickelt werden muss.

Leider ist der Ansatz auch tatsächlich so ambitiös, dass es sich lohnt zu fragen: welche Alternativen hätten wir denn?

Viele Schwächen von VB6 wie beispielsweise echtes Multithreading könnte im Jahr 2026 mit zusätzlichen Rust-Komponenten gelöst werden, die sich bei Bedarf andocken liessen.

Der Installer für die VB6-IDE könnte komplett neu gebaut werden, zum Beispiel mit Inno Setup.

Vollständige DPIAwareness, durchgängige UTF8-Fähigkeit und sogar ein 64Bit-Compiler könnten direkt in den VB6-Sourcecode eingebaut werden.

Wir, die Community würden diesen Task übernehmen und den ursprünglichen Ansatz von Visual Basic 6 zurück ins Jahr 2026 holen. Denn niemand von den ehemaligen VB6-Fans nutzt aktuell Visual Basic .NET wirklich mit Herzblut.

Und das muss für Microsoft ein Eingeständnis sein: die Entscheidung, VB6 einzustellen, und .NET als Nachfolger zu positinieren, ist gescheitert.

Entweder verliert Microsoft diese Entwickler, die sich nun langsam aber sicher zu Linux und Rust um-orientieren.

Oder Microsoft stellt den Visual Basic 6-Sourcecode offen, und wir, die Commity, holen uns die geniale Entwicklungsumgebung für Windows ins Jahr 2026.

Das letztere wäre ein grosser Gewinn für die Community, für die Entwicklerschaft, die Anwender und sogar für die ganze Technologie-Branche.

Und nicht zuletzt wäre es ein grosses Plus für Microsoft, da die Entscheidung, den Source-Code zu Visual Basic 6 als Open Source bereitzustellen, auch den Ruf von Microsoft fördert und einige Entwickler zurückholen und an das Microsoft-Ökosystem binden wird.

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Über den Autor
Gründer und CEO von Langmeier Software
Ich möchte nichts verkomplizieren. Ich möchte nicht die ultimative Geschäftssoftware entwickeln. Ich will nicht in einer Top-Technologieliste aufgeführt werden. Denn darum geht es bei Geschäftsanwendungen nicht. Es geht darum, dass Ihre Daten nahtlos geschützt sind. Und es geht darum, dass alles reibungslos läuft, während Sie die volle Kontrolle behalten und sich auf das Wachstum Ihres Unternehmens konzentrieren können. Einfachheit und Zuverlässigkeit sind meine Leitprinzipien und inspirieren mich jeden Tag.
 
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