4.4 Milliarden Menschen leben ohne Internet

Ein Grossteil der Menschen lebt ohne Internet-Zugang. Entwicklungsländer holen aber auf.

Die Zahl der Internetnutzer ist weltweit im Jahr 2014 erneut um knapp sieben Prozent angewachsen, womit erstmals die Grenze von drei Milliarden Nutzern überschritten wurde. Das entspricht etwa 40 Prozent der Weltbevölkerung. Damit sind nach wie vor 60 Prozent der Menschen von der Nutzung des Internets ausgeschlossen, also rund 4,4 Milliarden Personen. Bis zum Jahr 2020 wird sich diese Zahl nach Einschätzung der Internationalen Fernmeldeunion auf weniger als drei Milliarden reduzieren lassen. Wenig Aussicht besteht jedoch für die rund 2,5 Milliarden Einwohner der 42 ärmsten Länder. Hier werden in den nächsten Jahren zwar möglicherweise in einigen Großstädten Inseln mit Internetzugang entstehen, aber die überwiegende Mehrzahl der Menschen in diesen Ländern wird noch lange vom World Wide Web ausgeschlossen bleiben.

Entwicklungsländer holen auf

Abgesehen von diesen sehr armen Ländern wird jedoch deutlich, dass auch weniger wohlhabende Regionen der Welt in der Lage sind, eine Netzinfrastruktur aufzubauen und zu unterhalten. Als Indikator hierfür dient die so genannte „Internationale Bandbreite“. Darunter versteht man die maximale Bandbreite, die in einem Land zur Verfügung steht. Im Jahr 2004 entfielen neun Prozent der Internationalen Bandbreite auf Entwicklungsländer, im Jahr 2014 waren es schon 30 Prozent. Bei der Interpretation dieser Zahl ist jedoch ein wenig Vorsicht geboten. Sie sagt nichts darüber aus, wie viele Einwohner des jeweiligen Landes tatsächlich auf diese Internationale Bandbreite zugreifen können.

Zensur und Überwachung nehmen zu

Immer mehr Länder sind also technisch dazu in der Lage, ihren Bürgern einen freien Internetzugang zu ermöglichen – aber immer weniger Länder wollen das! Nach Einschätzung der „World Wide Web Foundation“ schützen 84 Prozent der Staaten ihre Bürger nicht oder nur unzureichend gegen eine wahllose Massenüberwachung über Internet. Noch im Jahr 2013 wurden nur 63 Prozent der Länder derart negativ bewertet, das Ausspähen der User hat also binnen eines Jahres dramatisch zugenommen. Dies gilt auch für die Zensur von Internetinhalten. 2013 zensierten 32 Prozent der Staaten das Internet, ein Jahr später waren es schon 38 Prozent.

Gründe für den mangelhaften Schutz vor Überwachung

Die World Wide Web Foundation hat für ihre Analyse der Überwachung im Netz nur die Rechtslage in den verschiedenen Ländern analysiert. Ob Gesetze zum Schutz der Privatsphäre im Netz tatsächlich eingehalten werden oder beispielsweise von in- oder ausländischen Geheimdiensten unterlaufen werden, wird aus dieser Analyse nicht deutlich. Genauer müsste das Ergebnis also so formuliert werden: 84 Prozent der Länder unternehmen nicht einmal den Versuch, ihre Bürger durch entsprechende Gesetze ausreichend vor massenhafter Überwachung zu schützen. Ein wichtiger Grund dafür besteht darin, dass immer mehr Staaten die Überwachungsmöglichkeiten im Rahmen des „Kriegs gegen den Terror“ ausweiten. Einige andere Staaten, die allerdings ohnehin nie zu den Vorreitern in Sachen Bürgerrechte gehörten, haben aufmerksam verfolgt, welche Rolle das Internet im so genannten „Arabischen Frühling“ gespielt hat. Insbesondere in Ägypten ist die Militärregierung Mubaraks von dem über Facebook organisierten Widerstand sichtlich überrascht und letztlich überrannt worden. Es war absehbar, dass dies von anderen Diktatoren aufmerksam registriert werden würde. Daher hat insbesondere die Überwachung der Social Media und anderer Kommunikationsplattformen weltweit deutlich zugenommen. Die dazu erforderliche Technik lieferten übrigens nicht selten die westlichen Betreiber der Kommunikations- und Datennetze.

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Über den Autor , Partner-Betreuung
Sebastian Müller Sebastian Müller ist Partner- und Top-Kunden-Betreuer bei Langmeier Software, und damit der beste Ansprechpartner rund um die Langmeier Backup-Sicherungs-Lösungen.

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