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KMU Von Charles Rahm, 5. Oktober 2018

Differentielles Backup: Die clevere Alternative

Die Sicherung firmenrelevanter und kundenspezifischer Daten ist längst zu einem geschäftlichen Erfolgskriterium geworden. Um sich für eine für Ihr Unternehmen geeignete Form der Sicherung zu entscheiden, müssen Sie sich zunächst im Klaren darüber sein, welche Daten wie häufig gesichert werden müssen und welche Ausfallzeit man sich schlimmstenfalls leisten könnte. Wird das Backup differentiell durchgeführt, lassen sich auch häufige Änderungen von Daten innerhalb kurzer Zeiträume zuverlässig sichern.

 

Was ist ein differentielles Backup?

Die differentielle Datensicherung ist eine Methode, bei der Änderungen in Bezug auf die letzte Komplettsicherung gespeichert werden. Das bedeutet, dass zunächst ein vollständiges Backup auf einem Datenträger gesichert wird. Kommt es kurz darauf zu Änderungen, werden eben diese separat auf einem weiteren Datenträger gesichert. Folgen im Anschluss weitere Anpassungen, werden wiederum alle seit der letzten Komplettsicherung geänderten Daten auf diese Weise gespeichert.

Ein differentielles Backup ermöglicht die schnellere Speicherung relevanter Daten und kann eine Vielzahl an Datenänderungen zuverlässig sichern. Um eine solche differentielle Sicherung umzusetzen, wird jedoch ein hohes Maß an Speicherkapazität benötigt, da mit jeder neu erstellten Sicherung auch alle seit dem letzten Vollbackup bereits gespeicherten Daten erneut gesichert werden. Eine gewisse Datenredundanz ist dabei nicht zu vermeiden.

 

Abgrenzung zu anderen Backup-Arten

Die einfachste Form des Backups ist das Vollbackup oder auch die Komplettsicherung. Hierbei werden zum Ende jeder festgelegten Periode, etwa am Freitag einer Woche, alle vorhandenen Daten gesichert. Nachteilig hierbei: die hohe benötigte Speicherkapazität und der entsprechend große Zeitaufwand. Im Havariefall würde bei dieser Methode ausschließlich die letzte Sicherung benötigt. Es stünde allerdings auch nur diese zur Verfügung.

Eine klassische Form der Komplettsicherung wäre auch das Generationen- oder Großvater-Vater-Sohn-Prinzip. Hierbei werden zu unterschiedlichen Zeitpunkten Sicherungen der gesamten vorhandenen Daten vorgenommen. Sollte es zum Verlust eines nachgelagerten Backups kommen („Sohn”), können die verlorenen Daten so aus den Informationen der vorgelagerten Sicherung („Vater”) wiederhergestellt werden. Angewandt könnte das etwa bedeuten, dass pro Tag jeweils ein Vollbackup erstellt wird („Sohn”), das an den darauffolgenden Tagen der kommenden Woche jeweils mit den aktuellen Daten überschrieben wird. Am Freitag würden zusätzlich Sicherungen der gesamten Wochenereignisse vorgenommen, die unüberschrieben blieben („Vater”). Am letzten Tag des Monats würde zusätzlich eine Komplettsicherung aller im betreffenden Monat entstandenen Daten durchgeführt, die ebenfalls separat abzulegen wäre („Großvater”). Nach einem Monat dürfte die letzte Wochensicherung erstmalig wieder überschrieben werden, nach einem Jahr die Monatssicherung. Ein Jahr zuvor gespeicherte Daten könnten damit im Verlustfall wiederhergestellt werden. Anders als ein differentielles Backup erzeugt die Datensicherung nach dem Generationenprinzip vorsätzlich langfristige Redundanzen. Mehr Speicherkapazität wird benötigt, womit ein erhöhter Zeitaufwand einhergeht.

Ein weiteres Datensicherungskonzept ist das inkrementelle Backup. Hierbei werden Änderungen und Anpassungen jeweils in kürzeren Zeiträumen separat und bis zur nächsten Komplettsicherung gespeichert. Auf eine Woche bezogen hieße das, zum Wochenende würde ein Vollbackup erstellt. Änderungen, die am Montag darauf aufträten, würden mit Hilfe einer Festplatte gesichert. Am Dienstag eintretende Änderungen wiederum würden sich erneut auf einem weiteren Datenträger befinden, usw.

Die differenzielle Datensicherung würde Änderungen ähnlich sichern, ohne allerdings für jeden Tag eine separate Sicherung zu erstellen. Am Montag würden alle Anpassungen des Tages gespeichert, am Dienstag alle Änderungen, die an diesem Tag stattfanden inklusive der am Montag bereits gesicherten Veränderungen. Am Mittwoch würden neben den Mittwochsereignissen auch Montag und Dienstag noch einmal festgehalten und so weiter bis zum Ende der Woche. Ob ein Backup inkrementell oder differentiell durchgeführt wird, richtet sich nach der Bedeutung und Sicherheitseinstufung der zu sichernden Daten. Während bei der inkrementellen Methode sowohl die letzte Komplettsicherung als auch alle danach gespeicherten Änderungssicherungen benötigt würden, bräuchte man, hat man eine differenzielle Sicherung durchgeführt, nur das letzte Vollbackup und die letzte Sicherung, um eine Wiederherstellung der Daten zu ermöglichen. Ist man auf der Suche nach einer bestimmten Datei, wird sie auf nur 2 Sicherungen zudem schneller zu finden sein.

 

Berücksichtigung in der Backup-Strategie eines Unternehmens

Ein differentielles Backup ist insbesondere sinnvoll für Unternehmen, die häufige Datenanpassungen vornehmen und diese jederzeit sicher aufbewahrt wissen möchten. Die Sicherheitseinstufung der zu sichernden Daten ist daher klar zu definieren. Bei derartigen Daten könnte es sich etwa um Bestelldaten handeln. Zudem muss klar sein, wie viel Raum zur Aufbewahrung der Speichermedien zur Verfügung steht und in welchen Zeiträumen die differentielle Sicherung stattfinden soll (stündlich, täglich, wöchentlich). Auch muss feststehen, wann jeweils Komplettsicherungen durchgeführt werden. Entsprechend des Datenanfalls kann so entschieden werden, ob ein differentielles Backup die beste Lösung ist.

 

Differentielles Backup wiederherstellen: Wie geht das?

Soll ein differentielles Backup wiederhergestellt werden, muss dazu das mit dem differentiellen Backup beschriebene Medium mit der letzten Komplettsicherung abgeglichen werden.

 

Differentielles Backup auf Bändern: Auf lange Sicht sinnvoll?

Auf Magnetbändern sind größere Datenmengen von etwa 3-4 Terabyte speicherbar. Bei regelmäßiger Überprüfung ihrer Unversehrtheit sind sie sehr sicher und benötigen wenig Platz. Sie sind weniger anfällig für mechanische Belastungen als beispielsweise Festplatten, doch auch Bänder halten elektromagnetischer Belastung nicht unversehrt stand. Nach 5-6 Jahren müssen die Bänder umgespeichert werden, um nachteilige Effekte durch nachlassende Magnetisierung vorzubeugen.

 

Differentielles Backup auf externe Festplatte

Ein differentielles Backup sollte beispielsweise auf einer externen Festplatte gesichert werden, um Verlusten durch technische Ausfälle oder Zugriffen durch unberechtigte Dritte vorzubeugen. Für kleinere Unternehmen empfiehlt sich zudem die Verwahrung der Sicherungsmedien wie Tapes und Festplatten in Bankschließfächern oder Ähnlichem. Größere Unternehmen können zusätzlich auf speziell gesicherte Räumlichkeiten (Zellen) zurückgreifen.

 

Differentielles Backup: Umgang mit dem Archivbit

Ein differentielles Backups erfordert die Kennzeichnung der zu sichernden Daten durch ein Archivbit. Eine solche Markierung wird mithilfe eines Bits vorgenommen. Die zu sichernden Daten sind standardmäßig mit einem Häkchen (Bit) versehen, das ihre Sicherung einleitet. Nachdem die geänderten Daten gesichert wurden, muss die Markierung entsprechend aufgehoben werden, sodass lediglich bearbeitete Daten bei Durchführung des nächsten Backups gespeichert werden.

 

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Über den Autor , Freier Mitarbeiter
Charles Rahm Charles Rahm ist freier Mitarbeiter bei Langmeier Software und unter anderem verantwortlich für die Suchmaschinenoptimierung (SEO). Charles hat eine Leidenschaft fürs Reisen. Er lebt in Bangkok und betreibt unter anderem den Reiseblog Sorglos Reisen. Sorglosreisen.Com
 

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