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Langmeier Backup Von Sebastian Müller, 12. Dezember 2013

10 Jahre Langmeier Backup: Interview mit Urs Langmeier

Urs Langmeier, Gründer und Entwickler von Langmeier Backup

Sebastian Müller: Langmeier Backup feiert diesen Monat seinen zehnten Geburtstag. Urs, du bist gleichzeitig der Geschäftsführer und Mit-Entwickler von Langmeier Backup. Wer hat dich auf die Idee gebracht, eine Software für die Datensicherung zu programmieren?

Urs Langmeier: Ein Kunde im Elektronik-Fachmarkt. Er hat mich beauftragt, ihm eine Datensicherungs-Software zu kaufen und ihm einzurichten. Doch wir hatten damals nur Norton Ghost, und der konnte keine einzelnen Dateien sichern. Also hab ich mich an die Arbeit gemacht und dieses Tool, Langmeier Backup, programmiert.

Du hast es nach dir benannt. Hat das Gründe?

Norton, Kaspersky, McAfee, alle haben das gleiche gemacht. Aufgrund des Namens weiss nun jeder, dass es sich um eine Software aus dem deutschsprachigen Raum handelt. Das ist doch ein Vorteil.

Was war dein eindrücklichster Moment in der Programmierung?

Als ich zum ersten Mal einen Computer, einen C64 eingeschaltet habe. Um ein Programm auszuführen, stand im Handbuch ein Befehl: Load „PROGRAMMNAME“, 8. Ich habe diesen Befehl ungefähr 50mal so eingegeben doch es wollte nicht funktionieren. Bis ich bemerkt habe, dass „PROGRAMMNAME“ mit dem eigentlichen Programmnamen ersetzt werden musste. Das war der AHA-Effekt mit dem ich die Programmierung dann sofort erlernt hatte und es fortan nur noch darum ging, effiziente Programme zu schreiben.

Du hast dich dann an die Programmierung von LaOS gemacht - kannst du etwas darüber erzählen?

LaOS stand für Langmeier Operating System und war etwa eine Mischung aus MS DOS und Windows 3.1. Es war kein eigentliches Operating System aber es stellte eine grafische Oberfläche für MS DOS dar mit vielen eigenständigen Software-Applikationen wie Grafik-, ERP- und Animationsprogrammen, Musikprogrammen, diversen Spielen und Tools. Unter QBasic-Entwicklern war es damals einfach Standard, dass man so etwas gemacht hat. Ich habe für LaOS viele Applikationen selbst programmiert und eine kleine bescheidene Gruppe von Programmierern hat sich mir angeschlossen und ebenfalls Applikationen für LaOS programmiert. Doch für den Durchbruch hat es dann nie gereicht - wir waren damals wohl einfach zu spät auf dem Markt.

Dein Durchbruch kam mit Langmeier Backup. Gab es einen bestimmten Moment an dem du gedacht hast „Ich werde Langmeier Backup zu einer grossen Software machen"?

Ja - und dabei hat es mich immer wieder erstaunt, wie viele Leute den Software-Markt unterschätzen. Doch wer die Statistiken von IDC anschaut, weiss, dass der Storage-Markt in dem wir uns bewegen ein Multi-Milliarden-Business ist. Wieso sollten wir uns da nicht ein ordentliches Kuchenstück holen können? Die Software haben wir dazu. Was wir jetzt brauchen sind die geeigneten Leute, die gut im Kuchen-abschneiden sind: wir brauchen ausserordentlich gute Sales und Channel-Leute mit Erfahrung auf unserem Gebiet. Solche, die gesamtheitlich und grossartig denken. Denn um Grosses zu erreichen, muss man Gross denken können. Und man muss wissen, wo die Hebel anzusetzen sind, damit aus etwas Kleinem etwas Grosses wird.

Denkst du es gibt an Langmeier Backup noch viele Verbesserungsmöglichkeiten? Wo könnten diese noch sein?

Eine Software kann nie fertig entwickelt sein. Ich brauchte anfangs zwei Jahre bis ich gesagt habe: jetzt kann ich hinter der Software stehen. Wer sich mal meine ersten Softwareversionen angeschaut hat, wundert sich vielleicht, warum ich vom ersten Tag an so viele Softwarelizenzen verkauft habe. In 10 Jahren werden wir das gleiche sagen über unsere aktuelle Version.

Was sind deine Pläne für die Zukunft?

Wir werden vermehrt in die Enterprise- und High-End-Lösungen investieren. Und wir werden den Vertrieb und unser Marketing ausbauen.

Im Jahr 2008 hast du deinen ersten Mitarbeiter angestellt. Wurde es schwieriger oder einfacher als du mehr Mitarbeiter eingestellt hast, und du nicht mehr alles alleine gemacht hast?

In dem Moment, wo die Mitarbeitenden bereit waren, sich einzusetzen und selbständig Verantwortung zu übernehmen, dann wurde es einfacher. Doch Mitarbeiter zu führen ist schwierig - das ist die Kehrseite der Medaille. Gerade in der Schweiz wo sich die Menschen einen seltenen Luxus gewöhnt sind. Nachdem die Schweizer Angestellten dank Jahren guter Wirtschaftslage alle notwendigen materiellen Güter besitzen, streben sie heute nach einer optimalen Work-Life-Balance - natürlich wird dieses Streben auf Kosten der Unternehmen ausgetragen und vor allem auf dem Buckel der kleineren Unternehmen bei denen jeder Einsatz des Einzelnen zählt.

Urs in der Zeit seiner Gründung der Firma, 2004

Wenn du jetzt zurückblickst, hättest du vieles anders gemacht, oder würdest du die Zeit gerne wiederholen?

Ich hätte mehr Zeit in den Vertrieb investieren sollen und nicht darauf warten sollen, bis wir von unseren Kunden gefunden werden. Falsch war auch, dass ich mich so lange auf den Standort Schweiz konzentriert habe. Doch um im Schweizer Markt Erfolg zu haben, müssten wir unsere Software in den drei Landessprachen anbieten - weil viele Grosskunden landesweit vertreten sind.

Urs Langmeier, danke für das Interview und herzlichen Glückwunsch zum zehnjährigen Jubiläum von Langmeier Backup!

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Über den Autor , Partner-Betreuung
Sebastian Müller Sebastian Müller ist Partner- und Top-Kunden-Betreuer bei Langmeier Software, und damit der beste Ansprechpartner rund um die Langmeier Backup-Sicherungs-Lösungen.

Telefon: +41 44 861 15 70
Email: sebastian@langmeier-software.com
 

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